Meisterpreis der Weinbruderschaft geht an Philipp Giegerich
Geschrieben von: Marco Drechsel LWG   


Philipp Giegerich aus Großwallstadt hat bei der Abschlussfeier der Veitshöchheimer Fach- und Technikerschule den Meisterpreis der Weinbruderschaft Franken für das beste Meisterprojekt erhalten. Der stellvertretende Bruderschaftsmeister Peter Schwappach überreichte in Vertretung des Vorsitzenden Martin Pohl zum zweiten Mal den mit 500 € dotierten Preis an den Jungwinzer aus Großwallstadt. Giegerich hat neben der Prüfung zum Winzermeister auch die zum Techniker für Weinbau und Oenologie sehr erfolgreich absolviert. Über ein Jahr hinweg hat er neben der Schule in Weinberg und Keller intensiv an seinem Meisterprojekt gearbeitet.

 

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Philipp Giegerich aus Großwallstadt (re.) erhielt vom stellvertretenden Bruderschaftsmeister Peter Schwappach den Meisterpreis der Weinbruderschaft Franken.
Foto: Marco Drechsel, LWG


Unter dem Thema „Vergleich von zwei betriebsüblichen Silvaner-Weinen aus unterschiedlichem Terroir“ hatte er in zwei Silvaner-Weinbergen geprüft, wie sich die in Franken traditionelle Rebsorte entwickelt, wenn sie zwar identisch angebaut wird, aber auf zwei unterschiedlichen Böden gedeiht. Dank seiner exakten Planung und der sorgfältigen Arbeitsweise konnten tatsächlich zwei verschiedene Basic-Weine mit sensorisch wahrnehmbarer, unterschiedlicher Stilistik erzeugt werden. „Bei Ihrem Projekt spiegelt sich die sehr gute und effektive Projektkoordination in einem exzellenten Projektergebnis wieder“, würdigte Schwappach Giegerichs Leistung in seiner Laudatio.


Absolventen der Fachrichtung Weinbau und Oenologie, die neben dem Abschluss Techniker auch noch die Meisterprüfung ablegen, müssen über ein ganzes Jahr ein Arbeitsprojekt absolvieren. Dabei geht es darum, das erworbene Wissen und eigene Vorstellungen über die Weinerzeugung in der Praxis umzusetzen, angefangen von Arbeiten im Weinberg bis zum Etikett auf der Flasche. Mit der Auszeichnung des besten Arbeitsprojektes würdigt die Weinbruderschaft das besonders hohe Engagement im praktischen Teil des Studiums, der viel Fleiß, Weitsicht, aber auch Fingerfertigkeit benötigt – alles Attribute, die auch für den späteren Einsatz im Weingut wichtig sind.


Der Vorstand der Weinbruderschaft hatte im Frühjahr 2017 die Einführung dieses Preises beschlossen, um damit dem ersten Ziel der Weinbruderschaft gerecht zu werden, nämlich das Wissen um den Wein zu vertiefen. Als Nebeneffekt dient der Meisterpreis auch der Mitgliederwerbung für die Weinbruderschaft und soll vor allem jüngere Menschen zum Beitritt animieren.