Bayerns Obstbrenner starten zur Qualitätsoffensive
Geschrieben von: Sybille Fertsch   

 

Erster Kurs begann in Deutenkofen bei Landshut

Hochprozentiges mit Qualitätssiegel:  Mit überraschend vielen Teilnehmern vor allem aus Franken ging jetzt der erste jemals in Bayern angebotene Lehrgang zum Obstbrenner an dem Lehr- und Beispielsbetrieb für Obstbau in Deutenkofen an den Start. 23  haupt- oder nebenberufliche Brenner, 16 davon aus Unterfranken, opferten ihren Urlaub.

Sie wollen sich im Rahmen eines auf zwei Winterhalbjahre verteilten, sechswöchigen Lehrgangs aus- und weiterbilden lassen. Für die drei praktischen Wochen mit Themen zum Obstanbau und zur Brenntechnik bietet die Lehrbrennerei in Deutenkofen beste Voraussetzung. Die Bereiche Sensorik, Analytik, Betriebswirtschaft, zollrechtliche Vorschriften und Vermarktung vertiefen die Teilnehmer im Winterhalbjahr 2010/11an der LWG in Veitshöchheim.

„Die Gruppe ist bunt gemischt,“ berichtete Erwin Hemm von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)  in Veitshöchheim,.“ Wir haben hier im Lehrbetrieb für Obstbau Deutenkofen Anfänger ebenso dabei wie Profis, die sich um den letzten Schliff als Brenner bemühen.“ Hemm ist sich sicher, dass mit Lehrgängen dieser Art das Qualitätsniveau nicht nur der bayerischen Edelbrände weiter steigen kann. „Letztlich profitiert der Verbraucher davon.“ Es liegen bereits erste Anmeldungen für einen Folgekurs vor.

Der Fränkische Verband für Obst- und Kleinbrenner hatte den Lehrgang angeregt. Federführend für die Organisation ist die LWG Veitshöchheim. In Zusammenarbeit mit dem Agrarbildungszentrum Schönbrunn und den Bayerischen Brennerverbänden entstand der Lehrplan. Zu dem Lehrgang zugelassen sind nur Personen, die bereits das Brennrecht ausüben oder über soviel Anbaufläche verfügen, dass sie ein Brennrecht erwerben dürfen. Der Kurs endet im März 2011. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich anschließend mit der Berufsabschlussprüfung zur Brennerin, zum Brenner qualifizieren.