Neue Füße für den Silvaner
Geschrieben von: Sybille Fertsch LWG   

 

Der Klimawandel führt den Wein „back to the roots“, zurück zu den Wurzeln. Denn unsere Reben stehen nicht auf ihren eigenen Füßen.

Wegen ihrer Anfälligkeit gegen die Reblaus muss man sie auf amerikanische Wurzelreben aufpfropfen. Doch welche dieser Wurzelrebsorten kommen mit den voraussichtlich trocken-heißen Sommern des Klimawandels am besten zurecht?

Dieser Frage geht ein neuer Versuch der Abteilung Weinbau der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim nach. Am Scharlachberg pflanzten Hans Dornbusch und seine Mitarbeiter in den vergangenen Tagen rund 3000 Silvaner-Rebstöcke. Diese wurden auf 17 verschiedenen Unterlagen veredelt. Diese Wurzelstöcke bestimmen das Gedeihen der auf ihnen wachsenden Trauben. „Manche Unterlagen sollen besonders gut mit Trockenstress zurechtkommen“, erklärt Hans Dornbusch „deshalb werden wir alle auch einem speziellen Stressprogramm unterziehen“. 

Die kommenden zehn Jahre werden zeigen, welche Reben am besten mit dem fränkischen Klima zurechtkommen und ob die fränkischen Winzer ihre Neuanlagen auf andere Füße als bisher stellen sollten.

  

Hans Dornbusch und seine Mitarbeiter bei der Pflanzung von Silvaner-Rebstöcken

Foto lwg