Fünf Millionen Euro in modernen Versuchsbetrieb investiert
Geschrieben von: Sybille Fertsch   

2350 Quadratmeter Glashäuser eröffnen Gemüsegärtnern eine modernere Zukunft

 

3,4 Millionen investierte der Bund in die rund 5 Millionen Euro teuren Neubauten im Ökologischen Gemüsebauversuchsbetrieb der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Bamberg. Das erklärte Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner im Rahmen der feierlichen Eröffnung der rund 2350 Quadratmeter bedeckenden Gewächshäuser. In Bayern, so Brunner erzeugen derzeit rund 2.700 Betriebe auf einer Fläche von knapp 13.500 Hektar unter Glas oder im Freiland Gemüse. 480 davon widmen sich ausschließlich dem Öko-Anbau. Der Neubau sei eine Investition in die Zukunft, die von strengeren Umweltauflagen und höheren Anforderungen des Handels geprägt sein werde, sagte der Minister.

 

Symbolische Übergabe der neuen Gewächshäuser im Ökologischen Gemüsebauversuchsbetrieb der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Bamberg: (von links) Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner überreichte ein Mini-Glashaus mit Schlüssel
an den Präsidenten der LWG, Anton Magerl.

Einzigartig ist in Bamberg auch das Nebeneinander von zertifiziertem ökologischem Anbau und kontrolliert-integrierter Produktion (KIP). Zwei baugleiche Gewächshäuser erlauben einen direkten Vergleich beider Anbaumethoden. Sie ermöglichen einen regen Erfahrungsaustausch unter den Versuchsingenieuren, so dass die Vertreter beider Methoden profitieren können.

Die beiden Neubauten stärken das Image Bambergs als Gärtnerstadt, betonte der Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim, Anton Magerl. Die Bamberger „Zwiebeltreter“, wie der Volksmund sie nennt, betrieben schon im Jahre 1352 nachweislich Gemüsebau. Seit 110 Jahren forscht und berät hier der Staat in Sachen Gartenbau. Seit 2007 konzentrieren sich die Versuche der LWG an der Aussenstelle Bamberg auf den Gemüseanbau.

 

Bei der anschließenden Besichtigung begleiteten zahlreiche Gäste den Minister auf seinem Rundgang: (von links nach rechts) Michael Niedermaier, Vorsitzender Oberer Gärtnerverein Bamberg, Prof. Dr. M. Diezemann, GEFOMA GmbH, Ulrich Delles, Staatliches Bauamt Bamberg, Marc Calmbach, Gartenbaureferent, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Gerd Sander, Abteilungsleiter Gartenbau der LWG, Heinrich Rudrof, MdL, Anton Magerl, Präsident der LWG, Stadtrat Pankraz Deuber, Vorsitzender Unterer Gärtnerverein Bamberg, Staatsminister Helmut Brunner, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Wilhelm Schubert, Sachgebiet Gemüsebau, LWG, von Herrn Schubert verdeckt: Ministerialrat Anton Hübl, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Prof. Dr. Sebastian Peisl, Staatliche Forschungsanstalt für Gartenbau Weihenstephan. Fotos lwg